Kiviksgraven
Das Grab Kiviksgraven im Osten Schonens erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Bestattungsform von vor 3000 Jahren. Obwohl das Grab lange in desolatem Zustand war und danach recht oberflächlich restauriert wurde, ist es dennoch einmalig. Sowohl die Gestaltung als auch seine Abmessungen unterscheiden es von vielen anderen Funden der nordeuropäischen Bronzezeit.
Mit seinen 75 Metern Durchmesser ist das "Königsgrab Kiviksgraven" das größte Bronzezeitgrab Schwedens. Den eigentlichen Steinsarg zieren viele spannende Abbildungen, die in die Steinplatten eingraviert sind.
Das Grab wurde kürzlich restauriert
Das restaurierte Grab ist heute für Besucher zugänglich. Man kann den Steinhügel betreten und im Inneren die Felszeichnungen betrachten, auf denen Menschen, Tiere, Boote, zahlreiche Symbole sowie ein zweirädriger Wagen mit eingespannten Pferden abgebildet sind. Möglicherweise wird hier eine Prozession bei der Grablegung mit den zeitgenössischen Zeremonien geschildert. Die Figuren sind sehr ungewöhnlich, ein möglicher Hinweis darauf, dass man außernordische Vorbilder hatte.
Lange setzten Forscher voraus, dass es sich bei dem hier Bestatteten um einen Mann mittleren Alters handelte, möglicherweise um einen Stammesführer. Daher bezeichnet man das Grab häufig auch als "Königsgrab". Neue Analysen der hier aufgefundenen Menschenknochen deuten jedoch darauf hin, dass man das Steingrab längere Zeit nutzte sowie dass hier Heranwachsende beigesetzt wurden.


Eingang zum Kiviksgrab.
Foto: RAÄ

Information und Buchung
Gunnel Skölwe
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